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BahnCard Steuer

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BahnCard geldwerter Vorteil

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BahnCard geldwerter Vorteil

Zahlreiche Unternehmen stellen ihren Angestellten eine BahnCard zur Verfügung, die auch privat genutzt werden darf. Hinsichtlich der Versteuerung gilt es explizit zu klassifizieren, ob die Karte einen geldwerten Vorteil darstellt, der zwingend zu versteuern ist. Entscheidend für die entsprechende Klassifikation ist die Intention des Unternehmens, die der Bereitstellung der BahnCard für den Arbeitnehmer zu Grunde liegt. Daher gilt es zu prüfen, ob die Karte dem Arbeitnehmer primär aus „ überwiegend eigenbetrieblichen Interesse“ angeboten wird.

Knackpunkt „überwiegend eigenbetriebliches Interesse“

Spart der Arbeitgeber aufgrund der Bereitstellung der BahnCard mindestens die anfallenden Kosten für die jeweilige Karte, stellt dies ein „ überwiegend eigenbetriebliches Interesse“ dar. Somit entspricht die BahnCard keinem geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer. Dieser kann die Karte uneingeschränkt für den Privatgebrauch einsetzen ohne Steuern entrichten zu müssen. Die Verknüpfung von BahnCard und geldwertem Vorteil ist in diesem Kontext nicht zutreffend.

Eine Frage der Kostenteilung

Liegen die Ersparnisse des Arbeitgebers durch die Bereitstellung der Fahrkarte unter den Kosten der betreffenden BahnCard, so ist der Arbeitnehmer zur Versteuerung des geldwerten Vorteils verpflichtet. Die BahnCard und der geldwerte Vorteil sind an steuerliche Gesetze gebunden. Die diesbezügliche Berechnung ist kompliziert und bedarf einer lückenlosen Dokumentation aller Fahrten, die durch den jeweiligen Arbeitnehmer getätigt wurden. Anfänglich ist der gesamte Preis der individuellen BahnCard zu versteuern. Gemäß der Laufzeit bzw. Gültigkeitsdauer der Fahrkarte wird der geldwerte Vorteil in Relation zu der Nutzung der BahnCard für dienstliche Zwecke gesetzt. Deshalb wird der zu versteuernde Vorteil mittels eingesparter Fahrtkosten des Arbeitnehmers durch die Nutzung der Fahrkarte zu Dienstfahrten reduziert.

Diese Berechnungen ergeben den sogenannten Korrekturbetrag. Für die Ermittlung der Höhe dieses Betrags existieren gemäß der Finanzverwaltung zwei unterschiedliche Rechnungsmodelle.

Entsprechend dem ersten Modell erfolgt eine Aufteilung nach Quote. Im Zuge dessen wird das Nutzungsverhalten des Arbeitnehmers eruiert. Der Gebrauch zu dienstlichen Zwecken wird dem Verhältnis zur persönlichen Gesamtnutzung gegenüber gestellt. Dem zweiten Rechenmodell folgend werden die ersparten Reisekosten für Einzelfahrscheine mit Nutzung der BahnCard ermittelt. Diese werden in Relation zu den normalen Verkehrspreisen gesetzt, welche ohne die Fahrkarte während der Gültigkeitsdauer entstanden wären. Diese Rechnung wird solange fortgeführt bis die Summe der Ersparnisse sich mit den Gebühren für die betreffende BahnCard des Arbeitnehmers deckt. Decken sich beide Beträge, liegt kein geldwerter Vorteil mehr vor. In diesem Fall muss der Arbeitgeber die BahnCard nicht versteuern.

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BahnCard Business privat nutzen

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BahnCard Business privat nutzen

Mit der BahnCard erlaubt die Deutsche Bahn den Reisenden, beim Kauf von Tickets im Nah- und Fernverkehr viel Geld zu sparen. Dabei gibt es mit der BahnCard 25, der BahnCard 50 und der BahnCard 100 drei verschiedene Tarife, die privat sowie geschäftlich genutzt werden können. Für Geschäftskunden gibt es jedoch einen speziellen Tarif: Die BahnCard Business. Die BahnCard Business bietet einige Vorteile, die die normalen BahnCards nicht bieten, wie zum Beispiel Geschäftskundenrabatt oder ein außerordentliches Kündigungsrecht. Doch kann man die BahnCard Business auch privat nutzen?

Erlaubnis vom Arbeitgeber einholen

Die Deutsche Bahn macht eindeutige Angaben zu dem Thema, ob man die BahnCard Business privat nutzen darf. So ist es grundsätzlich möglich, mit der Karte für Geschäftskunden auch Privatreisen zu unternehmen. Auch bei diesen erhält man den ganz normalen BahnCard-Rabatt. Dabei sollte man jedoch dringend darauf achten, dass man die Tickets im Nah- und Fernverkehr nicht unter Angabe der der BMIS-Kundennummer kauft, da mit dieser ein spezieller Geschäftskundenrabatt verbunden ist. Somit erlaubt die Deutsche Bahn ihren Nutzern, die BahnCard Business auch für private Zwecke zu nutzen. Jedoch sollte man vorher die Erlaubnis vom Arbeitgeber einholen, bevor man die BahnCard für private Reisen nutzt, schließlich könnte dieser etwas dagegen haben.

Die verschiedenen Modelle der BahnCard Business

Business BahnCards werden in zwei verschiedenen Modellen angeboten: BahnCard Business 25 sowie BahnCard Business 50. Die BahnCard Business kostet im Jahr 72 Euro (144 Euro in der 1. Klasse), wobei sie 25 % Rabatt auf alle Tickets im Nah- und Fernverkehr bietet. Die BahnCard Business 50 kostet pro Jahr 320 Euro (640 Euro in der 1. Klasse). Diese bietet 50 % Rabatt auf alle Tickets mit Flexpreis und ebenfalls 25 % Rabatt auf alle Sparpreise. Damit sind die Geschäfts-BahnCards etwas teurer als normale BahnCards, bieten dafür jedoch auch spezielle Vorteile. So erhält man neben dem normalen BahnCard-Rabatt noch einen zusätzlichen individuellen Geschäftskundenrabatt. Ein einfacher Upgrade von der herkömmlichen BahnCard zur BahnCard Business ist ebenfalls möglich. Doch die BahnCard Business bietet noch weitere Vorteile, wie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Somit ist man nicht an die einjährige Vertragslaufzeit der BahnCard gebunden, wenn der Mitarbeiter mittendrin das Unternehmen verlässt. Auch die BahnCard Business gewährleistet alle sonstigen Vorteile der BahnCard.

*Alle Angaben ohne Gewähr – Stand 13.01.2018 – Quelle: www.bahn.de*

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BahnCard Rechnung

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Die BahnCard Rechnung – Was ist das?

Bei der BahnCard handelt es sich um eine Rabattkarte, die von der Deutschen Bahn AG angeboten wird. Insbesondere Vielfahrer können finanziell von dem Abschluss eines Abovertrags im Vergleich zum Erwerb einzelner Fahrscheine finanziell stark profitieren. Die BahnCard wird dem Kunden dabei in der Regel nach Abschluss des Vertrags per Post zugestellt. Die BahnCard Rechnung hingegen wird dem Kunden seit ein paar Jahren nur noch per E-Mail übersandt.

Diese Versandart hat den Vorteil, dass die Rechnung sehr schnell zugestellt werden kann, die Umwelt geschont wird und das Unternehmen Geld für mögliche Portokosten einsparen kann. Zudem gehen bei der Post hin und wieder Briefe verloren. Bei dem Versand der Rechnung an die von dem Kunden angegebene E-Mail-Adresse kann zuverlässig ausgeschlossen werden, dass das Schriftstück verloren geht oder bei einem falschen Empfänger eingeht. Kunden sollten in diesem Zusammenhang unbedingt darauf achten, mögliche Änderungen ihrer E-Mail-Adresse oder auch ihrer Postanschrift zeitnah an das Unternehmen zu übermitteln. Nur so kann garantiert werden, dass die Rechnung korrekt und zeitnah zugestellt wird und der Kunde nicht in Zahlungsverzug kommt.

Die BahnCard Rechnung wird stets an den Inhaber der BahnCard übersandt. In der Rechnung kann der Kunde Details zu dem zu zahlenden Preis für die BahnCard, dem konkret eingebuchten BahnCard-Typ, der Bankverbindung des Unternehmens und den Zahlungsmöglichkeiten einsehen.

Rechnung online aufrufen

Bahnkunden, die einen persönlichen Online-Account bei der Deutschen Bahn AG eingerichtet haben, können ihre Rechnung auch bequem online abrufen. Hierzu ist zuerst ein Login unter dem Menüpunkt „Meine Bahn“ nötig. Unter BahnCard-Services kann der Kunde ein Rechnungsdokument anfordern. Sollten sich bei der Anforderung des Dokuments Probleme ergeben, so kann der Kunde alternativ die Rechnung auch telefonisch oder per E-Mail anfordern.

Kunden, die bereits ihre E-Mail-Adresse im Bahn-System hinterlegt haben, müssen ihre Rechnung nicht manuell anfordern, da ihnen diese automatisch per E-Mail zugestellt wird. Die Rechnung kann dabei stets an der Absender-Adresse „noreply.bahncard-rechnung@bahn.de“ erkannt werden.

Rechnung pünktlich zahlen

Bahnkunden sollten in ihrem eigenen Interesse darauf achten, die Leistungen für ihre BahnCard fristgerecht zu zahlen. In der Rechnung ist dabei stets angegeben, bis wann die Zahlung spätestens zu erfolgen hat. Nur auf diese Weise können Kunden effektiv hohen Mahn- und gegebenenfalls Inkassogebühren entgehen.

*Alle Angaben ohne Gewähr – Stand 31.12.2017 – Quelle: www.bahn.de*

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BahnCard steuerlich absetzen

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Kann man die BahnCard steuerlich absetzen?

Die jährlich anfallenden Kosten für eine BahnCard können steuerlich geltend gemacht werden. Verbraucher können somit die individuelle BahnCard steuerlich absetzen. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass die Karte selber finanziert und zu Dienstfahrten oder zur Anfahrt zur Arbeitsstelle genutzt wird. Außerdem sollten die auf diesem Weg erzielten Ersparnisse die Kosten der BahnCard übersteigen. Die Summe der regulären Ticketpreise für die betreffende Fahrtstrecke sollte deshalb kostenintensiver sein, als die monatlichen Gebühren für die rabattierte Karte. Die Anschaffung der jeweiligen BahnCard muss sich also amortisieren. Die BahnCard darf in diesen Fällen auch privat verwendet werden.

BahnCard als Werbungskosten absetzen

Sind diese Bedingungen erfüllt, können Steuerzahler die BahnCard im Zuge der individuellen Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten absetzen. Gemäß dem Finanzgericht Baden-Württemberg können die zu entrichtenden Kosten für eine BahnCard gänzlich als Werbungskosten verrechnet werden. Dieses Urteil ist an kein zeitliches Intervall der Laufzeit der Karte gebunden. Steuerzahler, die die BahnCard im Dezember erworben haben, können demnach auch für dieses kurze Zeitfenster steuerliche Abzüge einfordern. Entwertete Fahrkarten werden als steuerliche Belege vom Finanzamt anerkannt und sind sorgsam zu verwahren.

Subventionen durch den Arbeitgeber

Subventioniert der Arbeitgeber die BahnCard durch Zuzahlungen, sind diese explizit zu beziffern und vom Gesamtbetrag abzuziehen. Die BahnCard steuerlich absetzen, ist auch in diesem Rahmen unkompliziert.

Wird die BahnCard durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, gilt es primär festzustellen, ob die BahnCard einen geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer darstellt und daher zu versteuern ist. Auch die Geltendmachung der Kosten für eine rabattierte Dauerfahrkarte im Falle von Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung ist zu berücksichtigen.

Auch bei BahnCard 100?

Im Rahmen dieser Fahrten, die oftmals Langstrecken entsprechen, kann beispielsweise der Gebrauch einer BahnCard 100 sinnvoll sein. Eine doppelte Haushaltsführung kann in der Regel nicht auf den 1. 1. datiert werden, sondern beginnt meist im Verlauf eines Kalenderjahres. Entsprechend erfolgt der Erwerb der Karte während des laufenden Jahres. Der Zeitpunkt des Werbekostenabzugs ist von dem Datum der Zahlung abhängig. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das sogenannte Abflussprinzip (§ 11 Abs. 2 EStG).

Folgendes fiktives Beispiel dient zur Veranschaulichung:

Ein Arbeitnehmer unterhält seit dem 1.12.2016 einen doppelten Haushalt. Das Datum ist mit dem Erwerb einer BahnCard 100 zum Preis von 4090 € gleichzusetzen. Diese soll für Familienheimfahrten 2016 sowie 2017 eingesetzt werden. Gemäß dem Abflussprinzip kann der betreffende Arbeitnehmer den Gesamtbetrag von 4090 € für das Jahr 2016 steuerlich geltend machen. Für das Folgejahr entstehen erst beim Erwerb einer neuen rabattierten Dauerkarte im Dezember 2017 neue Aufwendungen. Lediglich zu diesem Zeitpunkt können die Kosten steuerlich abgesetzt werden.

Übernimmt der Arbeitgeber die anfallenden Kosten für die Karte, um dem Arbeitgeber einmal wöchentlich eine Familienheimfahrt zu ermöglichen, ist dies lohnsteuerfrei. Die Kostenübernahme anlässlich der doppelten Haushaltsführung stellt in diesem Fall keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Betroffene können deshalb keine Familienfahrten steuerlich als Werbungskosten absetzen.

 

*Alle Angaben ohne Gewähr – Stand 24.12.2017 – Quelle: www.bahn.de*

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BahnCard Umsatzsteuer

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BahnCard Umsatzsteuer – ein Angebot für Geschäftsreisende?

Bei der BahnCard handelt es sich um eine kostenpflichtige Rabattkarte der Deutschen Bahn AG. Insbesondere von Vielfahrern wird das Abo-Angebot gerne in Anspruch genommen, da auf diese Weise enorme Kosteneinsparungen im Vergleich zum Erwerb einzelner Fahrscheine möglich sind. Geschäftskunden, zu denen primär Angestellte und Selbstständige gehören, die viel unterwegs sind, nutzen oftmals die BahnCard 100. Diese Karte ist meist ein Jahr gültig und der Besitzer der Karte kann sämtliche Zugtypen innerhalb Deutschlands so oft nutzen, wie er möchte. Der Ticketerwerb vor einer Reise wird somit überflüssig.

Die Rolle der BahnCard Umsatzsteuer

Sollte es sich beim Bahnkunden um ein Unternehmen handeln, kann dieses oftmals den Vorsteuerabzug geltend machen. Hierfür müssen jedoch gemäß Paragraf 15 UStG bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Zu diesen Voraussetzungen zählt, dass die Leistung für das Unternehmen in Anspruch genommen wurde. So darf der Unternehmer oder dessen Angestellter die BahnCard für berufliche, nicht aber für private Fahrten, nutzen. Zudem muss eine ordnungsgemäße Rechnung auf den Firmennamen vorliegen.

Umsatzsteuerpflichtig sind die sogenannten „Jobtickets“, die der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern unentgeltlich überlassen kann. Unternehmen sind hierzu jedoch generell nicht verpflichtet und das Angebot kann auch nur bei einer bestimmten Anzahl beschäftigter Pendler im Unternehmen in Anspruch genommen werden.

Sollte hingegen der Arbeitsnehmer einen BahnCard-Vertrag mit der Deutschen Bahn AG abgeschlossen haben, ist generell kein Vorsteuerabzug möglich, auch wenn der Arbeitgeber das Ticket ganz oder teilweise zahlt. Der Hintergrund hierfür ist, dass der Vertragspartner der Deutschen Bahn AG der Arbeitsnehmer ist und der Arbeitsnehmer die BahnCard unabhängig von seinem Vorgesetzen alleine gekauft hat.

Kostenübernahme durch den Arbeitgeber

Übernimmt der Arbeitsgeber die Kosten für die BahnCard seines Angestellten und wird die Karte auch für private Fahrten genutzt, ist die Erstattung der Kosten steuerfrei. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn die Kosten für dienstliche Fahrten höher sind, als die Gesamtkosten für die BahnCard.

Berechnung der BahnCard Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer beträgt aktuell in Deutschland 19 %. Um nachvollziehen zu können, wie hoch die Umsatzsteuer im Gesamtpreis für die BahnCard ist, kann folgende Formel angewandt werden: Kaufpreis der BahnCard * 119 / 19.

 

*Alle Angaben ohne Gewähr – Stand 24.12.2017 – Quelle: www.bahn.de*

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BahnCard MwSt

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Abschaffung der Steuerfreiheit für die BahnCard MwSt

Früher waren Deutsche Bundesbahn und Deutsche Post noch staatliche Monopolunternehmen, deren Umsätze von der Umsatzsteuer befreit waren. Bei den Portokosten ist es heute noch immer so. Die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn fusionierten 2009 zu der gemeinsamen Aktiengesellschaft namens Deutsche Bahn AG. Der Bund ist jedoch immer noch alleiniger Aktionär des nun gewinnorientierten Unternehmens der Deutschen Bahn AG.

Laut der Internetseite des Bundeskartellamtes verzichtet jedoch dieses Unternehmen auf die von der Umsatzsteuer befreite freiwillige Erbringung von Universaldienstleistungen. Der Gesetzgeber hat bisher unterlassen, diese Wettbewerbsvorteile, derer sich die Deutsche Bahn AG als Monopolnachfolger bedienen könnte, zu beseitigen.

Deshalb sind Fahrkarten heute alle mit der Umsatzsteuer belastet, auch wenn es nicht draufsteht. Fairness gegenüber privatisierter Bahngesellschaften wird offenbar großgeschrieben und der unnötigerweise mit Steuer belastete Endverbraucher blickt eh nicht durch.

Änderungen der Bahnbedingungen

Seit 2014 jedoch hat das Bundeskartellamt die Deutsche Bahn AG scharf im Visier und bis 2023 befristete Zusagen wurden vereinbart. Somit entfällt wettbewerbsrechtlich bedingt die Vergünstigung für Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG, die von ihrem eigenen Arbeitgeber noch steuerfreie und häufig ermäßigte Fahrkarten erhielten.

In Bezug auf die Bahnpreise sind die Unternehmen nun nur noch gegenseitig vertragsrechtlich gebunden. Der Ausrede, die Höhe der Bahnpreise sei vorgeschrieben, ist somit die Grundlage entzogen. Jedes Bahnunternehmen darf nun theoretisch auch für den Fernverkehr BahnCards konstruieren, die kostengünstiger sind. Der Produktname „BahnCard“ darf jedoch nur von der Deutschen Bahn AG genutzt werden.

Wie hoch ist die BahnCard MwSt?

Das Interesse von Unternehmern richtet sich darauf, für welche Fahrten diese die normale Umsatzsteuer in Höhe von 19% oder die ermäßigte in Höhe von 7% als Steuerabzug von den eigenen steuerpflichtigen Umsätzen geltend machen können. Die BahnCard der Deutschen Bahn AG gleicht einer unternehmerischen Leistung, für die – außer dem nicht beanspruchten Steuerermäßigungsvorteil – keine besonderen Ermäßigungen gelten.

Somit beträgt die Umsatzsteuer, die im Preis der BahnCard enthalten ist, 19%. Von den Vorschriften der ordnungsgemäßen Rechnungslegung jedoch ist die Deutsche Bahn AG im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die evtl. ähnliche Produkte anbieten, noch immer befreit. Da die BahnCard ein Produkt der Deutschen Bahn AG ist, ist bei derzeitiger Gesetzeslage ein Vorsteuerabzug auch ohne Beleg unbedenklich. Das gilt auch im Hinblick darauf, dass es sich um eine regelmäßig wiederkehrende bargeldlose Zahlung für eine inhaberbezogene Berechtigungskarte handelt.

Der ermäßigte Steuersatz kommt bei der BahnCard insofern nicht infrage, da die BahnCard nur im Fernverkehr, nicht im Regionalverkehr nutzbar ist und die Ermäßigung sich auf Fahrten stets über 50 km bezieht. Das ist auch die Begründung, warum Fahrkarten häufig unterschiedliche Steuersätze haben. Für Kurzstreckentickets mit Fahrtberechtigungen bis maximal 50 km fällt der ermäßigte Steuersatz an.

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